Wenn draußen die Tage kürzer werden, darf es drinnen langsam gemütlich werden. Lichterketten kommen aus den Schubladen, Kerzen ziehen auf Fensterbänke und Tische und spätestens mit dem ersten Tannengrün hält ein bisschen Weihnachtsstimmung Einzug.
Doch wie soll die Weihnachtsdekoration in diesem Jahr aussehen? Klassisch in Rot und Grün, natürlich mit Holz und warmen Erdtönen oder lieber modern und zurückhaltend?
Unsere Dekorationsideen für Weihnachten zeigen, wie unterschiedliche Stile, Farben und Materialien miteinander kombiniert werden können. Dabei muss weder die komplette Dekokiste ausgetauscht noch jeder freie Zentimeter geschmückt werden. Oft reichen einige gut ausgewählte Elemente, um einem Raum eine ganz andere Atmosphäre zu geben.
Weihnachtsdekoration muss nicht jedes Jahr einem neuen Trend folgen. Viel wichtiger ist, dass sie zu Deinem Zuhause und Deinem persönlichen Stil passt.
Dunkles Tannengrün, warmes Rot und goldene Akzente gehören zu den Klassikern der Weihnachtszeit. Die Farbkombination funktioniert am Weihnachtsbaum ebenso gut wie bei Adventskränzen, Tischdekorationen oder kleinen Arrangements auf Sideboards und Fensterbänken.
Besonders stimmungsvoll wird es, wenn unterschiedliche Materialien zusammenkommen: glänzende und matte Christbaumkugeln, Samtbänder, Tannenzweige, Kerzen und einzelne goldene Elemente.
Dabei muss klassische Weihnachtsdeko keineswegs altmodisch wirken. Weniger Dekoration und eine begrenzte Farbpalette geben dem traditionellen Stil schnell einen moderneren Charakter.
Wer es ruhiger mag, kann auf Naturtöne und Materialien wie Holz, Leinen, Keramik oder Papier setzen. Creme, Beige, Braun und gedeckte Grüntöne schaffen eine warme Atmosphäre, ohne dass die Dekoration den Raum dominiert.
Tannenzapfen, Zweige, Nüsse und getrocknete Orangenscheiben bringen zusätzlich etwas Natur ins Haus. Dazu passen schlichte Kerzen und warmweiße Lichterketten.
Der Vorteil: Viele dieser Elemente funktionieren nicht nur an Weihnachten. Neutrale Textilien, Holzdekoration und Keramik können den ganzen Winter über bleiben.
Auch Schwarz, Weiß und Creme können weihnachtlich aussehen. Entscheidend sind Licht, Materialien und einige warme Akzente.
Schwarze Kerzenhalter, weiße Sterne oder schlichte Kugeln wirken zusammen mit Gold, Messing oder warmem Holz elegant und modern. Wer es minimalistischer mag, beschränkt sich auf zwei oder drei Farben und wiederholt diese an verschiedenen Stellen im Raum.
So entsteht ein ruhiges Gesamtbild, ohne dass Weihnachtsstimmung verloren geht.
Manche Weihnachtsdekoration wird gerade deshalb besonders, weil sie nicht neu ist. Der alte Baumanhänger aus der Kindheit, geerbte Weihnachtskugeln oder ein Nussknacker, der seit Jahren zur Adventszeit gehört, erzählen ihre eigene Geschichte.
Solche Lieblingsstücke lassen sich wunderbar mit neuer Dekoration kombinieren. Auch Karomuster, traditionelle Kerzenhalter, Holzfiguren und klassische Ornamente unterstützen den nostalgischen Charakter.
Weihnachten darf schließlich ruhig ein bisschen nach früher aussehen.
Bei der Farbwahl gibt es längst mehr Möglichkeiten als Rot, Grün und Gold. Trotzdem lohnt es sich, vor dem Dekorieren eine kleine Farbpalette festzulegen. Zwei Hauptfarben und ein Akzent reichen häufig schon aus.
Einige Kombinationen funktionieren besonders gut:
Natürlich musst Du Dich nicht sklavisch an ein Farbschema halten. Gerade persönliche Einzelstücke dürfen aus der Reihe tanzen. Eine wiederkehrende Grundfarbe sorgt trotzdem dafür, dass unterschiedliche Dekorationen zusammengehören.
Für viele ist der Weihnachtsbaum der Mittelpunkt der Weihnachtsdekoration. Gerade deshalb lohnt es sich, vor dem Schmücken kurz über Farben und Stil nachzudenken.
Ein einfacher Trick ist Ton-in-Ton-Dekoration. Dabei stammen Kugeln und Anhänger überwiegend aus einer Farbfamilie, unterscheiden sich aber in Helligkeit, Oberfläche und Material. Matte Kugeln neben glänzenden, Glas neben Holz oder Papier sorgen dafür, dass der Baum trotz begrenzter Farbpalette interessant wirkt.
Wer es persönlicher mag, mischt gekaufte Dekoration mit Anhängern, die über Jahre gesammelt wurden. Selbst gebastelte Sterne, Erinnerungsstücke aus dem Urlaub oder Anhänger der Kinder machen aus einem perfekt dekorierten Baum einen eigenen Weihnachtsbaum.
Auch bei der Beleuchtung gilt: Mehr ist nicht automatisch besser. Warmweißes Licht wirkt meist besonders gemütlich und lässt Farben und natürliche Materialien schön zur Geltung kommen.
Nicht nur der Weihnachtsbaum sorgt für Feststimmung. Gerade im Wohnzimmer können schon kleine Veränderungen viel bewirken.
Kissenhüllen, Decken und Plaids in winterlichen Farben verändern einen Raum, ohne zusätzliche Stellfläche zu benötigen. Auf Sideboards und Fensterbänken reichen oft wenige Elemente: ein paar Zweige in einer Vase, Kerzen, Sterne oder eine kleine Lichterkette.
Auch vorhandene Dekoration muss nicht komplett verschwinden. Eine Vase bekommt Tannenzweige statt Blumen, um einen Kerzenhalter wird etwas Grün gelegt und eine gewöhnliche Holzschale kann mit Kugeln, Zapfen oder Nüssen gefüllt werden.
So entsteht Weihnachtsstimmung, ohne dass das Wohnzimmer anschließend einem Weihnachtsmarktstand Konkurrenz macht.
Ein Spaziergang kann manchmal schon einen Teil des Dekoeinkaufs ersetzen. Zweige, Zapfen und andere Naturmaterialien lassen sich vielseitig verwenden.
Besonders gut eignen sich:
Einige Zweige in einer großen Vase können beispielsweise mit wenigen Anhängern zum kleinen Weihnachtsbaum werden. Zapfen lassen sich auf dem Tisch verteilen oder zusammen mit Kugeln und einer Lichterkette in einer Schale arrangieren.
Gerade zusammen mit Kerzen und warmem Licht wirkt natürliche Weihnachtsdeko gemütlich, ohne überladen zu sein.
Spätestens beim Weihnachtsessen wird auch der Esstisch Teil der Dekoration.
Eine schöne Weihnachtstafel braucht dabei gar nicht viel. Ein schlichter Tischläufer, einige Zweige, Kerzen und hübsche Servietten können bereits reichen. Kleine Zapfen, Sterne oder getrocknete Orangenscheiben setzen zusätzliche Akzente.
Bei einem ohnehin reich gedeckten Tisch ist weniger meist mehr. Die Dekoration sollte genügend Platz für Teller, Gläser und Schüsseln lassen – und niemand sollte beim Gespräch erst durch einen kleinen Tannenwald schauen müssen.
Besonders schön sind kleine persönliche Details. Ein handgeschriebener Namensanhänger oder ein kleiner Zweig auf jeder Serviette kann aus einer einfachen Tischdekoration etwas Besonderes machen.
Die Weihnachtsdekoration beginnt bei vielen schon lange vor dem Weihnachtsbaum. Adventskranz, Kerzen und Lichter begleiten uns durch die Wochen vor dem Fest.
Dabei muss ein Adventskranz nicht immer rund sein. Vier Kerzen auf einem länglichen Tablett, einer Holzscheibe oder in einzelnen Gläsern funktionieren genauso gut.
Wer traditionelle Kränze liebt, kann Tannengrün mit Zapfen, getrockneten Früchten oder Schleifen kombinieren. Für eine moderne Variante reichen oft vier schlichte Kerzen und wenige natürliche Elemente.
So lässt sich die Adventsdekoration gut an den Stil anpassen, der später auch beim Weihnachtsbaum wieder auftaucht.
Nicht jede Weihnachtsdekoration muss gekauft werden. Papier, alte Weihnachtskugeln, Gläser, Zweige oder getrocknete Orangenscheiben lassen sich mit wenig Aufwand in individuelle Dekoration verwandeln.
Selbstgemachte Weihnachtsdeko hat außerdem einen Vorteil: Farben und Materialien können genau auf das eigene Zuhause abgestimmt werden.
Wer Lust auf einen kreativen Adventsnachmittag bekommen hat, findet in unserem Ratgeber „Weihnachtsdeko selber basteln“ acht einfache DIY-Ideen – vom Weihnachtsbaum aus Ästen über Lichtergläser und Orangengirlanden bis zum kleinen Weihnachtsdorf aus Papier.
Kein Platz für einen großen Weihnachtsbaum? Dann darf die Weihnachtsdekoration eben nach oben wandern.
Eine Lichterkette oder Girlande an der Wand braucht kaum Platz. Auch ein Weihnachtsbaum aus Ästen kann aufgehängt und mit kleinen Anhängern dekoriert werden. Fenster und Fensterbänke bieten ebenfalls Fläche für Sterne, Lichter oder kleine Arrangements.
Statt viele kleine Dekorationen im Raum zu verteilen, kann es in kleinen Wohnungen außerdem besser wirken, ein oder zwei bewusste Blickpunkte zu schaffen.
Ein schön dekoriertes Fenster, ein kleiner Tischbaum oder ein festliches Arrangement auf einem Sideboard reicht manchmal vollkommen aus.
Weihnachtsstimmung darf natürlich auch vor der Haustür beginnen.
Ein klassischer Türkranz, Tannenzweige in einem großen Topf oder eine Laterne neben dem Eingang wirken einladend und benötigen wenig Aufwand. Wer einen Balkon hat, kann Geländer oder Pflanzkästen mit Tannengrün und Lichterketten dekorieren.
Im Garten können einzelne beleuchtete Bäume oder Sträucher schöner wirken als eine große Menge unterschiedlicher Leuchtfiguren. Warmweißes Licht sorgt für ein ruhiges Gesamtbild und lässt sich gut mit natürlicher Dekoration kombinieren.
Bei elektrischer Beleuchtung im Außenbereich solltest Du natürlich darauf achten, dass Lichterketten und Anschlüsse ausdrücklich für draußen geeignet sind.
Bevor neue Dekoration gekauft wird, lohnt sich jedes Jahr ein Blick in die vorhandenen Kisten.
Manches wirkt plötzlich ganz anders, wenn es neu kombiniert wird. Alte rote Kugeln können beispielsweise mit Naturmaterialien moderner aussehen. Einzelne Anhänger bekommen an einem Zweig oder in einem Fenster einen neuen Platz, und übrig gebliebene Kugeln lassen sich in Schalen, Kränzen oder Tischdekorationen verwenden.
Auch Schleifenbänder können ausgetauscht oder Dekorationen auf eine andere Farbpalette reduziert werden.
So muss Weihnachtsdeko nicht jedes Jahr komplett neu erfunden werden. Oft reicht es schon, Bekanntes anders zusammenzustellen.
Ob klassisch in Rot und Grün, natürlich mit Holz und Tannenzweigen oder modern in Schwarz, Weiß und Gold: Die schönsten Dekorationsideen für Weihnachten sind diejenigen, bei denen Du Dich zu Hause fühlst.
Du musst weder jedem neuen Trend folgen noch jedes Jahr neue Weihnachtsdekoration kaufen. Ein paar Lieblingsstücke, warmes Licht und kleine Veränderungen reichen oft schon aus, um aus einem vertrauten Raum einen Ort zu machen, auf den man sich in der Adventszeit besonders freut.
Und vielleicht ist genau das der schönste Teil beim Dekorieren: Jedes Jahr kommt etwas Neues dazu – während einige alte Lieblingsstücke einfach bleiben.
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