1000 Little Things:

Dankbar für die kleinen Dinge

Dankbar für die kleinen Dinge – die wir viel zu leicht übersehen

Es müssen nicht immer die großen Ereignisse sein, die einen Tag besonders machen. Manchmal ist es der erste Kaffee am Morgen, die Sonne, die unerwartet durchs Fenster fällt, eine Nachricht von einem Menschen, an den wir gerade selbst gedacht haben, oder dieses wunderbare Gefühl, abends nichts mehr erledigen zu müssen.

Eigentlich begegnen uns jeden Tag solche kleinen Momente. Nur nehmen wir sie häufig kaum wahr. Zwischen Terminen, Arbeit, Einkaufen und all den Dingen, die noch auf unserer To-do-Liste stehen, rauschen sie einfach an uns vorbei.

Dabei lohnt es sich, hin und wieder ganz bewusst stehenzubleiben und dankbar für die kleinen Dinge zu sein. Nicht, weil dadurch plötzlich alles perfekt wird. Sondern weil wir anfangen, auch das wahrzunehmen, was bereits schön ist.

Dankbarkeit bedeutet nicht, immer glücklich sein zu müssen

Dankbarkeit wird manchmal beinahe wie ein Rezept für permanentes Glück verkauft: Schreibe morgens fünf Dinge auf, für die du dankbar bist, denke positiv – und schon sieht die Welt besser aus.

Ganz so einfach ist das Leben natürlich nicht.

Wir dürfen schlechte Tage haben. Wir dürfen enttäuscht, wütend oder traurig sein. Und wir müssen schwierige Situationen nicht schönreden, nur weil irgendwo gleichzeitig etwas Gutes passiert.

Dankbarkeit kann vielmehr neben all diesen Gefühlen existieren.

Ein Tag kann anstrengend gewesen sein und trotzdem einen wunderschönen Moment enthalten haben. Vielleicht war es nur ein gutes Gespräch, ein Stück Kuchen beim Lieblingsbäcker oder zehn Minuten in der Sonne. Der schwierige Teil des Tages wird dadurch nicht kleiner. Aber der schöne Moment verschwindet eben auch nicht.

Warum die kleinen Dinge oft die großen sind

Wenn wir später an bestimmte Lebensabschnitte zurückdenken, erinnern wir uns erstaunlich häufig nicht an die spektakulären Ereignisse.

Wir erinnern uns an Sonntagnachmittage bei den Großeltern. An ein bestimmtes Lied im Auto. An Sommerabende auf dem Balkon. An jemanden, der immer genau wusste, wie wir unseren Kaffee trinken. An den Hund, der jeden Abend neben dem Sofa lag, oder an eine Katze, die grundsätzlich auf genau dem Buch einschlief, das wir gerade lesen wollten.

Es sind alltägliche Dinge, die in dem Moment vollkommen selbstverständlich erscheinen.

Erst später verstehen wir manchmal, wie besonders sie eigentlich waren.

Vielleicht ist genau das ein guter Grund, heute schon ein bisschen genauer hinzusehen.

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Kleine Glücksmomente sammeln

Dafür braucht es kein aufwendig geführtes Dankbarkeitstagebuch. Wer gerne schreibt, kann natürlich eines führen. Aber genauso gut funktioniert eine Notiz im Handy, ein kleines Glas mit Zetteln oder einfach ein kurzer Gedanke am Abend:

Was war heute schön?

Die Antwort muss überhaupt nicht beeindruckend sein.

  • Der Kaffee war besonders gut.
  • Jemand hat mich zum Lachen gebracht.
  • Ich habe endlich etwas erledigt, das ich lange vor mir hergeschoben habe.
  • Es hat nach Regen gerochen.
  • Mein Lieblingslied lief im Radio.
  • Ich hatte zehn Minuten nur für mich.
 

Je öfter wir nach solchen Momenten suchen, desto leichter beginnen wir sie wahrzunehmen.

Dankbarkeit für Menschen, die unseren Alltag besonders machen

Zu den schönsten kleinen Dingen gehören häufig gar keine Dinge, sondern Menschen.

Die Freundin, der wir auch nach Monaten einfach wieder schreiben können. Der Kollege, der morgens schon weiß, dass heute besser niemand vor dem ersten Kaffee eine komplizierte Frage stellen sollte. Der Mensch, der eine kurze Nachricht schickt, nur weil er gerade an uns gedacht hat.

Vielleicht sollten wir Dankbarkeit deshalb nicht immer nur still empfinden.

Ein einfaches „Ich bin froh, dass es dich gibt“ kostet nichts und kann für den anderen selbst zu einem kleinen Glücksmoment werden.

Und plötzlich wird aus Dankbarkeit etwas, das wir weitergeben können.

Ein kleines Ritual für mehr Dankbarkeit im Alltag

Dankbar für die kleinen Dinge - Ritual
Dann hat die kleine Übung längst angefangen zu funktionieren.

Dankbar für die kleinen Dinge

Glück besteht wahrscheinlich nur selten aus einem einzigen großen Moment.

Viel häufiger setzt es sich aus unzähligen winzigen Augenblicken zusammen, die wir erst bemerken müssen: aus vertrauten Stimmen, Lieblingsorten, gutem Essen, Sonnenstrahlen, kleinen Erfolgen, gemeinsamen Erinnerungen und all den unscheinbaren Dingen, die unseren Alltag zu unserem Leben machen.

Wir können nicht jeden Tag großartig machen.

Aber vielleicht können wir lernen, an ganz gewöhnlichen Tagen etwas Großartiges zu entdecken.

Denn manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, für die wir eines Tages am dankbarsten sein werden.

„Manchmal ist Glück einfach das, was schon da ist – wenn wir uns die Zeit nehmen, es zu bemerken.“
Das kleine Eichhörnchen Finley, unser offizieller Geschenkesammler
Finley
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