1000 Little Things:

Glücksmomente im Alltag

Ein bisschen anders sein: Warum die Dinge, die uns Freude machen, nicht jedem gefallen müssen

Es gibt diese kleinen Dinge, die uns zuverlässig zum Lächeln bringen – obwohl andere Menschen überhaupt nicht verstehen können, was wir daran finden. Vielleicht fotografierst du auf jedem Spaziergang Wolken, besitzt viel zu viele Tassen oder freust dich schon im November wie ein kleines Kind über die ersten Weihnachtslichter.

Andere finden das vielleicht ein bisschen komisch. Aber ist das wirklich wichtig? In unserer dritten Folge der Glücksmomente geht es um all die kleinen Eigenheiten, Interessen und Angewohnheiten, die niemand verstehen muss – solange sie uns Freude machen.

„Komisch“ bedeutet oft einfach nur anders

Wir lernen ziemlich früh, dass es einfacher ist, nicht allzu sehr aus der Reihe zu tanzen. Es gibt Dinge, die man angeblich in einem bestimmten Alter tun sollte, Kleidung, die gerade angesagt ist, Hobbys, die als sinnvoll gelten, und Interessen, für die man manchmal nur ein verständnisloses Kopfschütteln erntet.

Dabei ist „normal“ ein erstaunlich dehnbarer Begriff.

Was für den einen völlig uninteressant ist, kann für einen anderen der schönste Teil des Tages sein. Manche stehen freiwillig vor Sonnenaufgang auf, nur um das erste Licht zu sehen. Andere verbringen Stunden im Garten, fahren Hunderte Kilometer für ein Konzert oder können an keinem Buchladen vorbeigehen, ohne wenigstens kurz hineinzugehen.

Nicht jeder muss verstehen, warum uns etwas glücklich macht.

Wenn es dir Freude macht, ist das Grund genug

Nicht alles, was wir tun, muss einen Zweck erfüllen.

Ein Hobby muss kein Nebenverdienst werden. Du musst in etwas nicht besonders gut sein, um Spaß daran haben zu dürfen. Eine Sammlung muss keinen materiellen Wert besitzen. Und ein Nachmittag, an dem du einfach etwas tust, weil du Lust darauf hast, ist keine verschwendete Zeit.

Manchmal ist „Weil es mir Spaß macht“ eine vollkommen ausreichende Begründung.

Das klingt selbstverständlich. Trotzdem erwischen wir uns erstaunlich häufig dabei, unsere kleinen Vorlieben vor anderen zu rechtfertigen.

Dabei brauchen die meisten davon überhaupt keine Rechtfertigung.

Die kleinen Dinge sind selten spektakulär

Genau darum geht es auch bei 1000 Little Things That Make Me Smile.

Die meisten kleinen Glücksmomente würden niemanden beeindrucken.

Der erste Kaffee am Morgen. Ein Lied wiederfinden, das man jahrelang nicht gehört hat. Das Rascheln von Herbstlaub unter den Schuhen. Eine Nachricht von einem Menschen, von dem man lange nichts gehört hat. Frisch bezogene Bettwäsche. Der Geruch nach Regen an einem warmen Tag.

Keines dieser Dinge verändert unser Leben.

Aber vielleicht verändert es für einen Moment unsere Stimmung.

Und manchmal reicht genau das.

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Man muss nicht in allem gut sein

Vielleicht ist das sogar eine der unnötigsten Regeln, die wir uns selbst auferlegen: Wenn wir etwas machen, möchten wir möglichst gut darin sein.

Aber warum eigentlich?

Du darfst malen, obwohl niemand dein Bild kaufen würde. Du darfst fotografieren, ohne Fotografin zu sein. Du darfst tanzen, obwohl du ständig aus dem Takt kommst. Du darfst Kuchen backen, der ein bisschen schief aussieht.

Freude ist kein Wettbewerb.

Gerade Dinge, bei denen kein Ergebnis erwartet wird, können einen wunderbaren Ausgleich zum Alltag schaffen.

Mit dem Alter wird Anderssein manchmal leichter

Vielleicht gehört es zu den angenehmeren Seiten des Älterwerdens, dass irgendwann nicht mehr jede fremde Meinung gleich wichtig erscheint.

Man stellt fest, dass es sowieso immer jemanden geben wird, der die eigene Musik schrecklich, das Hobby langweilig, die Kleidung ungewöhnlich oder die Begeisterung für irgendeine Kleinigkeit vollkommen übertrieben findet.

Und dann kommt irgendwann eine ziemlich befreiende Erkenntnis:

Sie müssen es gar nicht verstehen.

Sie müssen schließlich auch nicht daran Freude haben.

Das musst nur du.

Ein bißchen anders - Hauptsache es macht Spaß

Natürlich bedeutet das nicht, niemals auf andere Menschen zu hören. Gute Freunde können uns manchmal Dinge zeigen, die wir selbst nicht sehen.

Aber zwischen einem guten Rat und dem Gefühl, etwas Harmloses aufgeben zu müssen, weil andere es merkwürdig finden, liegt ein großer Unterschied. 

  • Also fotografiere weiterhin jeden besonders schönen Himmel.
  • Zieh die knallrote Jacke an.
  • Sing im Auto laut und vermutlich falsch mit.
  • Lies das Kinderbuch, das du mit zwölf geliebt hast.
  • Freu dich über einen Regenbogen.
  • Sammle Muscheln, Steine, Weihnachtskugeln oder vollkommen unnütze Kühlschrankmagnete.
  • Nimm auf dem Heimweg den Umweg, weil dort die schönere Aussicht ist.
 

Und wenn jemand fragt, warum du das machst, darf die Antwort ruhig ganz einfach sein:

Weil es mir Freude macht.

Solange etwas niemandem schadet und dein Leben ein kleines bisschen schöner macht, muss es nicht vernünftig, produktiv oder für andere nachvollziehbar sein.

Vielleicht sind es sogar gerade diese kleinen Eigenheiten, die unser Leben persönlicher machen.

Und damit hätten wir schon wieder einen neuen Eintrag für unsere gedankliche Liste der 1000 kleinen Dinge, die uns zum Lächeln bringen:

Etwas zu lieben, obwohl andere es ein bisschen komisch finden.

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